Warum Apple Arcade für Spiele auf dem Smartphone wichtig ist

Für viele Leute, insbesondere alteingesessene Spieler, ist Gaming auf dem Smartphone eher etwas, was aufgrund der fehlenden ambitionierten Ausmaße oftmals belächelt wird. Gleichwohl die Aussage in ihrem Kern nicht falsch sein mag, sollte man immer bedenken, wer die Zielgruppe genau dieser Anwendungen ist.

Die größte Zielgruppe

Da nahezu jeder Mensch ab einem heranwachsenden Alter in unserer westlichen Zivilisation irgendeine Form eines Smartgerätes besitzt, ist es auch wenig verwunderlich, dass dieser Markt den größten von allen in dem audiovisuellen Medium darstellt. Trotz seiner schier unendlichen Zielgruppe, den Besitzern jener Smartgeräte, sprechen die Produkte auf diesem Markt eine völlig andere Gruppe an, als es beispielsweise Sony, Microsoft oder Nintendo mit ihren speziell für teure Heimkonsolen entwickelte Videospiele tun.

Letztere sind mittlerweile auch in Form eines zweiten Standbeins auf iOS sowie Android zu finden und bieten dort simplifizierte Ableger ihrer größten Reihen an, die zumeist kostenlos angeboten werden, doch aufgrund ihrer optionalen Transaktionen innerhalb der Software mehrere Millionen US-Dollar einnehmen. Mit Super Mario Run versuchte der älteste Konsolenhersteller zwar auch, ein eher traditionelles Verkaufsmodell zu nutzen, bei dem man nur einen einmaligen Betrag von 9,99 Euro zahlen musste, um den kompletten Zugang zu allen Inhalten zu erhalten, doch die Verkaufszahlen waren nicht zu Nintendos Zufriedenheit.

Dieses Omen nahmen sich Big N sowie nahezu alle anderen Entwickler von Spielen auf dem Smartphone zum Vorbild. Es entstand ein Geschäftsmodell, bei dem viele, im Vergleich zu den großen AAA-Produktionen einfache, oftmals komplett auf den Spaß fokussierte Apps kostenlos veröffentlicht werden.

Mit Apple Arcade versuchte Apple ein Abonnement vergleichbar zu Netflix aufzubauen, bei dem viele, eigentlich kostenpflichtige Spiele für einen monatlichen Betrag spielbar sind, um dem bisherigen Geschäftsmodell etwas entgegenzusetzen.

Eventuell ist dies der ideale Kompromiss, um einen großen Zugang zu all den einfachen, aber äußerst amüsanten Spielen zu erschaffen, die bisher einem großen Teil der Konsumenten aufgrund der Hürde des Preises nicht zugänglich war. Die Einfachheit beschränkt sich nicht nur auf die Spiele selbst, sondern auch auf die Zugänglichkeit.